Wie sichert man die Qualität des selbst erzeugten Futters?

Die eigene Futterproduktion auf dem Hof ist für viele Landwirte zu einer echten strategischen Entscheidung geworden. Futterautonomie, Kostenkontrolle, Rückverfolgbarkeit der Rohstoffe: Die Argumente sind bekannt.
Doch die Herstellung von Futter in gleichbleibender Qualität ist keine Selbstverständlichkeit. Zwischen der Variabilität der Rohstoffe, den Einstellungen der Geräte und der Hygiene der Produktionskette gibt es zahlreiche Fehlerquellen.

Ein schlecht kontrolliertes Futter kann schnell die zootechnische Leistung, die Tiergesundheit und letztendlich die Rentabilität des Betriebs beeinträchtigen.
Die Sicherstellung der Qualität des selbst erzeugten Futters ist daher keine Option, sondern eine Voraussetzung für den Erfolg.
In 16 Punkten führen wir Sie durch:

1. Die Futterqualität beginnt bei den Rohstoffen

Der erste Schritt zur Sicherung der Qualität des selbst hergestellten Futters besteht darin, den verwendeten Rohstoffen besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Getreide, Leguminosen, Nebenprodukte: Jede Zutat muss sorgfältig ausgewählt, gelagert und verwendet werden.

2. Gesundes und gut gelagertes Getreide

Weizen, Mais, Gerste oder Triticale bilden oft die Grundlage des Futters. Ihre Qualität hängt sowohl von der Ernte als auch von der Lagerung ab.
Übermäßige Feuchtigkeit, Erwärmung oder Schimmelbefall können den Nährwert stark beeinträchtigen, manchmal ohne sofort sichtbare Anzeichen.

Ein schlecht gelagertes Getreide kann Mykotoxine enthalten, mit direkten Auswirkungen auf die Futteraufnahme, die Fortpflanzung oder die Immunität der Tiere. Die Qualität des Futters auf dem Hof entscheidet sich also bereits im Silo.

3. Nebenprodukte: interessant, aber zu überwachen

Nebenprodukte werden oft zur Verbesserung des Nährstoffgleichgewichts oder zur Kostensenkung des Futters eingesetzt. Ihre Verwendung erfordert jedoch erhöhte Wachsamkeit:

  • erhebliche Variabilität der Nährwerte,
  • Feuchtigkeitsempfindlichkeit,
  • manchmal begrenzte Haltbarkeit.

Um die Futterherstellung zu sichern, ist es unerlässlich, diese Produkte gut zu kennen und methodisch zu integrieren.

4. Rohstoffe analysieren, um die

Formulierung zu sichern

Die Herstellung von Futter in gleichbleibender Qualität erfordert ein gutes Wissen über seine tatsächliche Zusammensetzung.

5. Warum Getreide analysieren?

Zwei Getreidepartien vom selben Feld können erhebliche Unterschiede im Protein- oder Energiegehalt aufweisen.
Die Analyse der Rohstoffe ermöglicht eine präzise Anpassung der Rezepturen und vermeidet Ungenauigkeiten.

Dieser Ansatz ist besonders wichtig, wenn das Futter für anspruchsvolle Tiere wie Legehennen oder Tiere in der Startphase bestimmt ist.

6. Futter an die Bedürfnisse der Tiere anpassen

Die Sicherung der Qualität des selbst hergestellten Futters bedeutet auch, die Ration anzupassen:

  • an die Tierart,
  • an das physiologische Stadium,
  • an die Produktionsziele.

Ein zu reichhaltiges oder unausgewogenes Futter führt selten zu besseren Leistungen. Im Gegenteil, es kann zu kostspieligen Ungleichgewichten führen.

7. Das Mahlen: ein oft unterschätzter Hebel

Das Mahlen beeinflusst direkt die Verdaulichkeit und den Futterverbrauch. Die Auswahl der richtigen Siebe am Mahlwerk, abgestimmt auf die Tiere, ermöglicht eine gute Effizienz.

8. Eine angepasste und gleichmäßige Granulometrie

Ein zu feines Mahlen erhöht das Risiko von Verdauungsstörungen und Staub.
Ein zu grobes Mahlen kann die Futtereffizienz verringern und zu Selektion führen.

Ziel ist es nicht, so fein wie möglich zu mahlen, sondern eine homogene Granulometrie zu erzielen, die an die Tierart und die Verabreichungsart angepasst ist.

Dasselbe gilt für gequetschtes oder geflocktes Getreide:

Bei gequetschtem oder geflocktem Getreide führt ein zu starkes Quetschen ebenfalls zu einer schlechten Aufnahme, was insbesondere bei kleinen Wiederkäuern wie Kälbern oder Lämmern zutrifft.

Gepflegte Geräte

Abgenutzte Siebe, stumpfe Hämmer oder ungenaue Einstellungen führen zu erheblichen Schwankungen von Charge zu Charge.
Eine regelmäßige Wartung des Mahlwerks ist unerlässlich, um eine konstante Futterqualität auf dem Hof zu gewährleisten. Es ist wichtig, dies zu überwachen und die Messer zu inspizieren und bei Bedarf zu wechseln.

Beim Quetschen oder Flockieren werden die Walzen behandelt, bleiben aber ein Verschleißteil. Sie verschleißen umso schneller, je kleiner, staubiger oder schmutziger die Körner sind. Eine regelmäßige Inspektion ist daher notwendig und ein Austausch ist erforderlich, wenn die Oberfläche erodiert ist.

9. Richtig mischen, um ein homogenes Futter zu gewährleisten

Eine gute Mischung ist der Schlüssel zu einem zuverlässigen Futter. Jede verabreichte Ration muss die gleichen Anteile an Zutaten enthalten.

10. Die Reihenfolge der Zugabe beachten

Mineralien, Vitamine und Zusatzstoffe müssen präzise, oft nach Vormischung, eingearbeitet werden. Dies ist umso wichtiger, da die Mengen im Vergleich zu den anderen Rationsbestandteilen oft sehr gering sind.
Eine falsche Reihenfolge der Zugabe kann zu einer ungleichmäßigen Verteilung und punktuellen Mängeln führen.


Innenliegendes Getreidesilo auf Konus

11. Die richtige Mischzeit für Getreide finden

Eine zu kurze Mischzeit ist unvollständig.
Ein übermäßiges Mischen kann zu einer Entmischung der Partikel führen oder geflocktes Futter zerbrechen und dessen Verdaulichkeitsvorteile zunichtemachen.

Die Qualität des selbst erzeugten Futters hängt oft von diesen einfachen, aber entscheidenden Einstellungen ab.

12. Hygiene: ein Schlüsselfaktor für die hygienische Qualität

Mineralien, Vitamine und Zusatzstoffe müssen präzise, oft nach Vormischung, eingearbeitet werden. Dies ist umso wichtiger, da die Mengen im Vergleich zu den anderen Rationsbestandteilen oft sehr gering sind.
Eine falsche Reihenfolge der Zugabe kann zu einer ungleichmäßigen Verteilung und punktuellen Mängeln führen.

Die Produktionskette reinigen

Schnecken, Mischer, Trichter und Förderbänder müssen regelmäßig gereinigt werden.
Futterreste können gären, schimmeln oder nachfolgende Produktionen kontaminieren.

Kreuzkontaminationen vermeiden

Ein Formelwechsel ohne ausreichende Reinigung kann zu Rationsfehlern führen.
In einigen Betrieben können diese Kreuzkontaminationen erhebliche technische und wirtschaftliche Folgen haben.

Fertiges Futter richtig lagern, um die Qualität zu erhalten

Selbst ein gut formuliertes Futter kann sich bei falscher Lagerung schnell verschlechtern.

Futter vor Feuchtigkeit schützen

Feuchtigkeit fördert die Entwicklung von Schimmel und den Verlust der Schmackhaftigkeit.
Silos und Behälter müssen sauber, dicht und an das produzierte Volumen angepasst sein.

Eine regelmäßige Belüftung der Silos verhindert das Auftreten von Insekten und Schimmel.


CABI BGR – der Schwerkraftbrecher

13. Den Produktionsrhythmus anpassen

Eine zu frühe Futterproduktion erhöht das Risiko der Verschlechterung.
Umgekehrt erschwert eine zu geringe Produktionsmenge die Regelmäßigkeit.

Die Qualität des Futters auf dem Hof hängt auch von einer kohärenten Organisation ab.

Es ist nicht nötig, Ihre Anlage überzudimensionieren und somit zu teuer zu bezahlen, zumal die Herstellungszeit relativ kurz ist.

14. Eine einfache und effektive Rückverfolgbarkeit einführen

Ohne komplexe Systeme ist eine minimale Rückverfolgbarkeit eine echte Sicherheit.

Notieren Sie:

  • die verwendeten Rohstoffe,
  • die Herstellungsdaten,
  • die verteilten Chargen,

ermöglicht es, bei Problemen schnell zu reagieren und die Praktiken schrittweise zu verbessern

15. Tiere beobachten: der zuverlässigste Indikator

Kein Werkzeug ersetzt die Beobachtung der Herde.

Verbrauch, Ablehnung, Homogenität, Leistung: Die Tiere reagieren schnell auf die Futterqualität.
Eine Veränderung der Aufnahme oder des Verhaltens ist oft das erste Warnsignal.

16. Die Qualität des Futters auf dem Hof sichern: eine

Frage der Methode

Die eigene Futterproduktion auf dem Hof ist ein echter Hebel für Autonomie und Leistung, vorausgesetzt, jede Phase wird beherrscht.
Die Qualität beruht nicht auf einem einzigen Faktor, sondern auf einem kohärenten Ganzen:

  • kontrollierte Rohstoffe,
  • angepasste Formulierung,
  • gut eingestellte und gewartete Geräte,
  • strenge Hygiene,
  • tägliche Beobachtung.

Wenn die Futterherstellung auf dem Hof strukturiert ist, wird sie zu einem zuverlässigen, leistungsstarken und nachhaltigen Werkzeug, weit entfernt von einer einfachen Notlösung.


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