Die Herstellung des eigenen Futters auf dem Hof ist keine Ausnahme mehr, sondern ein grundlegender Trend bei Landwirten, die mehr Autonomie gewinnen, ihre Abhängigkeit von der Industrie reduzieren und die Kosten besser kontrollieren wollen. Diese Strategie ermöglicht es auch, die Betriebsproduktionen besser zu verwerten und den Tieren gleichzeitig eine angepasste, frischere, natürlichere und leistungsfähigere Ernährung zu bieten.
Damit dieser Ansatz jedoch erfolgreich ist, muss die Ausrüstung an die Tiere, die technischen Ziele und die verfügbaren Rohstoffe angepasst sein. Hier sind die wichtigsten Kriterien, die je nach den gehaltenen Arten zu berücksichtigen sind.
1. Große Wiederkäuer (Kälber, Kühe, Pferde): Struktur für Milch- und Fleischrinder aufwerten
Rinder haben ein Verdauungssystem, das auf der Pansenfermentation basiert. Um effizient zu funktionieren, muss ihre Ration strukturiert, ausgewogen und gut vorbereitet sein. Eine angemessene Behandlung der Getreide verbessert die Verdaulichkeit und vermeidet gleichzeitig Verluste durch Sortierung oder Ablehnung.
Hauptziel: Optimierung der Verdaulichkeit und Gewährleistung einer homogenen Mischung
Die Körner müssen verarbeitet werden, um ihre Assimilation zu verbessern:
- Flocken: erzeugt flache Flocken mit hoher Verdaulichkeit.
- Quetschen: Zerdrücken der Körner ohne sie zu pulverisieren, wobei eine für die Wiederkäuung nützliche Struktur erhalten bleibt.
- Walzen: ein Hochdruckverfahren, das eine sehr gute Verdauungsleistung bietet.
Dafür empfehlen wir:
- Eine Flockenmühle: ideal für Rinder dank der Textur der Flocken, bessere Verdauung, weniger Feinstaub.
- Ein Quetscher mit guter Kalibrierung: geeignet für auf dem Hof angebautes Getreide.
- Ein Walzwerk: große Zylinder für eine sanfte, aber gründliche Bearbeitung, insbesondere bei harten Körnern wie trockenem Mais.
Das Mischen ist ebenfalls ein kritischer Schritt, da Rinder oft Mineral- oder Vitaminzusätze in geringen Mengen erhalten. Eine einwandfreie Homogenität muss gewährleistet sein, um Unter- oder Überdosierungen zu vermeiden.
Unser Tipp: ein Präzisionsmischer (Doppelwendel- oder Paddelmischer), der eine perfekte Verteilung der Inhaltsstoffe auch bei sehr geringen Dosen gewährleistet.
2. Schafe und Ziegen: Verdaulichkeit, Sicherheit und Flexibilität in der Anwendung
Bei Schafen und Ziegen muss das Futter gleichzeitig sehr verdaulich, schmackhaft und sicher sein. Ihr Verdauungssystem, obwohl dem der Rinder ähnlich, ist empfindlicher gegenüber Überschüssen an Rohstärke, Staub und zu feinen Partikeln. Eine angepasste Verarbeitung der Getreide ermöglicht es nicht nur, Verdauungsstörungen (Azidose, Enterotoxämie) zu begrenzen, sondern auch die Verwertung der Konzentrate zu verbessern.
Hauptziel: Sicherstellung der Energieversorgung ohne den Pansen zu belasten
Je nach Produktionsart (Milch, Fleisch, Mast) sind mehrere Konfigurationen möglich:
- Flockenmühle: Sie bietet einen hervorragenden Kompromiss zwischen Verdaulichkeit, Schmackhaftigkeit und Verdauungssicherheit, indem sie Staub begrenzt. Besonders empfohlen für Milchziegen, die sehr empfindlich auf Verdauungsstörungen reagieren.
- Quetscher: geeignet, wenn die Mengen moderat sind und hofeigenes Getreide verwendet wird. Er ermöglicht es, eine gute Struktur ohne übermäßige Feinanteile zu erhalten.
- Walzwerk: nützlich für Betriebe mit größeren Mengen oder einem Bedarf an Flexibilität (Wechsel Getreide / Proteinfutter), insbesondere in der Schafmast.
Zum Mischen:
- Sanfter, aber homogener Mischer: Präzision ist unerlässlich, insbesondere für Mineralstoffzusätze, die oft in sehr geringen Dosen eingearbeitet werden. Doppelwendel- oder Paddelmischer eignen sich besonders gut.
Gut zu wissen: Schafe und Ziegen sortieren stark, wenn die Mischung schlecht strukturiert ist. Eine gute Einstellung der Granulometrie und eine homogene Mischung begrenzen die Ablehnung und gewährleisten eine gleichmäßige Leistung.
3. Schweine: feines Mahlen und absolute Präzision
Das Schwein ist ein Monogastrier. Seine Verdauung hängt direkt von der Feinheit des Futters ab. Eine schlecht angepasste Granulometrie kann zu einer schlechten Assimilation, Verdauungsstörungen und einer Leistungsminderung führen.
Hauptziel: ein feines und homogenes Mahlgut erhalten
Die Wahl des Mahlwerks ist entscheidend:
- Hammermühle: sehr effizient bei Getreide und Proteinfutter.
- Feine Siebe (2 bis 3 mm): um eine an jedes Wachstumsstadium angepasste Granulometrie zu erreichen (Ferkel, Mast, Sauen…).
Zum Mischen:
- Horizontalmischer: sehr leistungsstark für kleine Mengen, garantiert eine schnelle und homogene Mischung von Zusatzstoffen wie Aminosäuren oder Vormischungen.
Wussten Sie schon? Ein gutes Mahlen ermöglicht nicht nur eine bessere Verdauung, sondern auch eine bessere Integration technischer Zusatzstoffe, die in der Schweinezucht oft unerlässlich sind.
4. Geflügel: ein Kompromiss zwischen Struktur und Homogenität
Bei Geflügel ist der Verdauungstransit sehr schnell. Das Futter muss daher strukturiert, aber nicht zu fein sein. Zu viel Staub oder eine ungeeignete Zerkleinerung führen zu Sortierung, Verschwendung oder einer schlechten Verwertung der Ration.
Hauptziel: ein strukturiertes, zerkleinertes, aber homogenes Futter
Wir bevorzugen:
- Eine grobe Zerkleinerung mit einer Hammermühle, ausgestattet mit großen Sieben (4 bis 6 mm).
- Dicke Hämmer, um ein strukturierendes Korn zu erzeugen, das an den Kropf des Geflügels angepasst ist.
Zum Mischen:
- Bandmischer: Er bewahrt die Struktur des Futters besser, ohne es zu übermischen.
Tipp: Ein guter Kompromiss besteht darin, eine Mischung aus zerkleinerten Körnern und feineren Materialien anzubieten, um alle Verdauungsbedürfnisse zu decken, die oft in der Schweinezucht unerlässlich sind.
5. Die Fabrik an die Rohstoffe anpassen
Die Wahl der Ausrüstung hängt nicht nur von der Tierart ab, sondern auch davon, was Sie auf dem Hof produzieren. Die genaue Kenntnis Ihrer Rohstoffe ermöglicht es, relevantere und nachhaltigere Entscheidungen zu treffen.
Getreide (Weizen, Gerste, Mais…)
- Quetscher: effizient und wirtschaftlich, wenn Sie hauptsächlich weiches Getreide verwenden.
- Flockenmühle: für eine bessere Verdaulichkeit, insbesondere bei Mais. Er ist auch sehr vielseitig, da er jede Korngröße und sogar Getreidemischungen wie Gemenge verarbeitet. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass er unter Last startet, im Gegensatz zu einem Quetscher, der blockiert, wenn beim Start noch Getreide auf den Walzen liegt.
- Walzwerk: geeignet für große Mengen oder harte Körner. Startet auch unter Last mit einem Antriebsmotor für jede Walze. Seine Lebensdauer ist ebenfalls länger.
Hülsenfrüchte (Erbsen, Ackerbohnen, Raps…)
- Walzwerk empfohlen: seine großen Zylinder gewährleisten einen homogenen Durchgang, vermeiden Verstopfungen und bewahren die Qualität der proteinreichen Samen.
- Leistungsstarke Hammermühle: wenn Sie mit komplexen Rationen arbeiten, die Nebenprodukte, Presskuchen oder Mineralien enthalten.
Denken Sie auch an die Lagerung: das Silo muss an die Vielfalt der Rohstoffe und die Häufigkeit der Produktion angepasst sein.
6. Eine Futterfabrik nach Ihrem Bild: die Expertise der CABI Group
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Jeder Hof, jede Herde, jede Fruchtfolge ist einzigartig. Deshalb entwickeln wir bei der CABI Group maßgeschneiderte Projekte. Unser Team begleitet Sie in jeder Phase:
- Studie Ihres Betriebs und Ihrer Tiere.
- Analyse Ihrer verfügbaren Rohstoffe.
- Beratung zur idealen Verarbeitungsart.
- Anpassung der Automatisierung an Ihre Ziele und Mengen, um den richtigen Kompromiss zwischen Rentabilität und Investitionsrendite zu finden.
- Einrichtung einer kompletten Linie, vom Trichter bis zum Mischer, angepasst an Ihre Anforderungen.
Unsere Philosophie: Keine vorgefertigten Lösungen. Wir kombinieren Robustheit, Leistung, Einfachheit und Personalisierung, damit Ihre Futterfabrik zu einem echten Fortschrittshebel wird.
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Fazit: ein rentabler, technischer und nachhaltiger Ansatz
Eine Futterfabrik auf dem Hof einzurichten bedeutet, einen wesentlichen Teil des Berufs wiederzuerlangen: die Tiere autonom, durchdacht und wirtschaftlich zu ernähren. Ob Sie Rinder, Schweine oder Geflügel züchten, es gibt eine passende Lösung für Ihre Bedürfnisse. Wichtig ist, Ihre technischen Ziele, Ihre verfügbaren Rohstoffe und Ihre Zuchtbedingungen genau zu definieren.
Dank der Unterstützung der CABI Group profitieren Sie nicht nur von bewährter Ausrüstung, sondern auch von persönlicher Beratung, um eine skalierbare und profitable Lösung zu entwickeln.
Die Herstellung des eigenen Futters auf dem Hof ist eine Investition in die Zukunft Ihres Betriebs.